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Bhaktapur: Newar-Kultur pur! 7 Dinge, die Sie unbedingt sehen müssen

Aktualisiert: Juni 13

Für alle, die in Kathmandu bereits ausführlich auf Entdeckungstour gegangen sind, empfiehlt sich ein Abstecher nach Bhaktapur. Auf einem Tagesausflug lässt sich die zauberhafte Königsstadt problemlos erkunden. Wer noch etwas mehr Zeit mitbringt, der sollte gleich für 1 bis 2 Nächte bleiben. Es lohnt sich! Sobald man den historischen Stadtkern betritt, fühlt man sich nach dem hektischen Treiben in Kathmandu wie auf einer Zeitreise ins Mittelalter. Im Gewirr der Gassen, zwischen den Tempeln, Palästen und auf den Plätzen gibt es für Genießer allerhand an Holzschnitzkunst und nepalesischem Alltag zu entdecken.



Hier die Highlights, die Sie nicht verpassen sollten:


1) Brunnen, Wasserspender und Reservoirs ‒ Wasser als Urquelle des Lebens

Achten Sie während Ihres Stadtbummels auf die zahlreichen Hinweise für das ausgeklügelte System der Wasserversorgung der Newars. Die Ureinwohner des Kathmandu-Tals setzten auf eine Kombination aus Tiefwasserbrunnen, Wasserspendern und Reservoirs. Die runden Brunnen (auf nepalenisch Tala tunchi) von 1,5 bis 2,5 Metern Durchmesser repräsentieren die älteste Form der Wasserversorgung. In Innenhöfen und auf Plätzen sind sie in der gesamten Stadt zu finden. Mit der Einführung der Wasserspender, den sogenannten Hitis, verloren die Brunnen an Bedeutung. Sie sind aus Ziegeln und Naturstein gemauert und wurden für die Händler und Pilger an zentralen Rastplätzen gebaut. Entsprechend der Leben spendenden Rolle des Wassers im Hinduismus sind sie reich verziert. Die Schlange als Symbol der Fruchtbarkeit ist allgegenwärtig. Die Reservoirs (Pokhari), die unter anderem auch als Rückhaltebecken für Quellwasser genutzt wurden, haben ein Fassvermögen von bis zu 10.000 Kubikmeter. In Bhaktapur sind davon immerhin noch 32 erhalten. Ein klassisches Beispiel ist der Nag-Pokhari im Stadtzentrum, nordwestlich, unweit des Dattatreya Squares.



2) Der Dattatreya Square - Pulsierendes Leben in der Altstadt

Der Dattatreya Square bildet den Kern des alten Bhaktapurs. Es ist ein pulsierender Platz, gesäumt von zahlreichen Geschäften und Handwerksstätten. Dennoch bekommt man hier ganz besonders den Eindruck, durch eine Stadt aus dem 17. Jahrhundert zu spazieren. Der Dattatreya Tempel im Zentrum des Platzes gilt als ältestes Gebäude der Stadt. Er ist der Göttlichen Dreifaltigkeit gewidmet, einer sogenannten „Mischenkarnation“ aus Brahma, Vishnu und Shiva. Es gibt nur wenige Tempel, die dieser Manifestation geweiht sind und somit ist der Tempel etwas Außergewöhnliches. Unmittelbar hinter dem Dattatreya Tempel, am Südosteck des Platzes, steht die Pujari Math. Sie diente den Priestern des Tempels als ehrwürdige Residenz. Der vierstöckige Bau umfasst drei Innenhöfe und ist berühmt für seine imposanten Holzschnitzereien.



3) Das Pfauenfenster - Symbol der deutsch-nepalesischen Zusammenarbeit

Vom Dattatreya Square laufen Sie durch eine schmale Gasse vorbei an der besagten Pujari Math. Werfen Sie hier einen ausgiebigen Blick auf das Pfauenfenster, ein wahres Meisterwerk der Schnitzkunst. Es gilt als Symbol für die deutsch-nepalesische Zusammenarbeit. Als „lebendes Museum“ und als UNESCO-Weltkulturerbe gilt die alte Königsstadt Bhaktapur als wichtiger touristischer Anziehungspunkt in Nepal. Seit den 1970er Jahren unterstützt die KfW Entwicklungsbank hier die Restaurierung von Kulturschätzen. Durch mehrere Erdbeben wurden historische und religiöse Stätten erheblich zerstört. Vor über 40 Jahren wurde die Pujari Math inkl. dem Pfauenfenster aus deutschen Mitteln restauriert.


Das berühmte Pfauenfenster der Pujari Math

4) Der Taumadhi Square mit dem Nyatapola Tempel

Der Taumadhi Square im Herzen Bhaktapurs wird dominiert vom Nyatapola-Tempel. Das imposante Bauwerk mit seinem 5-geschössigen Dach wurde im Jahr 1708 erbaut. Eindrucksvolle Steinstatuen bewachen wie Kolosse die Stufen hinauf zum Tempel. Auf der untersten Ebene stehen zwei Krieger, die so stark wie zehn Männer zusammen gewesen sein sollen. Unmittelbar darüber thronen zwei Elefanten, die wiederum zehnmal so stark sind wie die Krieger. Auf der nächsten Stufe stehen Fabeltiere mit der Kraft von zehn Löwen. Abschließend folgen die Tiergöttin Baghini und die Löwengöttin Sinhini. Der Tempel wurde der hinduistischen Glücksgöttin Lakshmi geweiht, welche in den feinen Holzschnitzereien der Dächer allgegenwärtig ist. Doch nicht nur Glück war es, welches diesen Tempel vor der Zerstörung der Erdbeben 1934 und 2015 verschonte. Die 5-stufige Bauweise wurde bei der Errichtung des Fundaments in gespiegelter Form unterhalb des Gebäudes fortgesetzt. Ein Jammer, dass diese Bauweise am Tempel links gegenüber nicht angewandt wurde. Die Schäden vom Erdbeben 2015 sind verheerend, noch immer ist dieser Tempel von Gerüsten umhüllt und wird restauriert (Name???). Legen Sie an diesem beeindruckenden Platz eine Mittagspause ein. Die Restaurant-Pagode rechts vor dem Nyatapola-Tempel bietet, neben leckerem Essen, einen herrlichen Blick auf die mit 30 Metern höchste Pagode Nepals.



5) Der Potters‘ Square - Gelebtes uraltes Kunsthandwerk

Erleben Sie die noch heute verbreitete Töpferkunst am Potters‘ Square hautnah. Nur wenige Gehminuten südöstlich vom Durbar Square wird das uralte Kunsthandwerk auch heute noch so ausgeübt wie schon vor Jahrhunderten. Besucher können bestaunen, wie an Ort und Stelle der Ton vorbereitet wird und auf massiven, sich drehenden Steinscheiben zu den unterschiedlichsten Formen getöpfert wird. Tausende Gefäße sind in der Sonne zum Trocknen aufgereiht, so dass einem beim Anblick nahezu schwindlig werden kann. Und auch die Brennöfen lassen sich direkt am Platz in Augenschein nehmen.



Tongefäße stehen zum Trocknen auf dem Potters' Square

6) Bhaktapur Durbar Square - Der Mittelpunkt Nepals im Jahr 1769

Der am Rande des Stadtzentrums gelegene Durbar Square lädt mit seinen zahlreichen Tempeln, Statuen und Säulen ein zum ausführlichen Erkunden. Während dem Malla-Königreich bis ins Jahr 1769 galt er als Mittelpunkt Nepals. Zu seinen prachtvollsten Zeiten sollen sich hier einst 99 Gebäudekomplexe aneinandergereiht haben. Die bedeutendsten noch existierenden Monumente sind das Goldene Tor, der 55-Fenster-Palast, die Statue des Königs Bhupatindra Malla, der Siddhi Laxmi Tempel und der Vatshala Tempel, welcher vom Erdbeben im Jahr 2015 zerstört wurde und nun in aufwendiger Feinarbeit wiederaufgebaut wird. Nehmen Sie sich Zeit zum Erkunden und verweilen Sie ein wenig. Setzen Sie sich gegenüber des alten Königspalasts im Schatten der Pagodendächer zu den Einheimischen und lassen Sie die traditionelle Architektur und das emsige Treiben auf sich wirken.




7) Bhaktapur zur Festivalzeit ‒ Eine Stadt im Ausnahmezustand

In kaum einem anderen Land auf der Erde wird so viel gefeiert wie in Nepal, und das nicht nur an einem Tag, sondern oft auch über mehrere Tage hinweg. Der Jahreskalender ist prall gefüllt mit Feiertagen. Ihr Ausflug nach Bhaktapur wird zu einem ganz besonderen Erlebnis, wenn eines der großen Festivals stattfindet. Denn dann ist Bhaktapur im Ausnahmezustand. Musikgruppen bevölkern die gesamte Stadt und ziehen in lauten Prozessionen von Tempel zu Tempel. Und das bei Tag und bei Nacht. Die Einheimischen sind gekleidet in ihrer traditionellen, farbenfrohen Tracht. Die Kinder lassen Drachen auf den Hausdächern und größeren Plätzen steigen. Ausgelassene Stimmung wo auch immer man hinsieht. Das müssen Sie erleben!


Der Taumadhi Square in Bhaktapur während des Dashain Festivals 2012

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