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Kathmandu hell erleuchtet zum Lichterfest Tihar

Aktualisiert: Juni 13

Wem geht es nicht so? Kaum ist Weihnachten vorbei, steht man schon in den Startlöchern für Silvester. Auch die Nepalesen müssen nach dem Dashain-Festival nicht lange warten bis das nächste bedeutende Fest beginnt: das Lichterfest Tihar, auch „Deepawali” genannt.


Zahllose Öllampen werden zum Lichterfest Tihar an Häusern und Tempeln entfacht

Häuser und Tempel werden mit bunten Girlanden und Lichterketten geschmückt. Überall werden Öllampen entfacht. Von der Swoyambhunath Stupa aus bietet sich eine großartige Aussicht auf die hell erleuchtete Stadt Kathmandu. Kunstvolle Mandalas werden in Wohnzimmern und Innenhöfen erstellt. Eine bunte Mischung aus Reis, Mehl, Linsen, Sand und Blütenblättern kommt dabei zum Einsatz. Sie sollen den Göttern als Willkommensgruß dienen.

Kunstvolle Mandalas heißen die zahlreichen Gottheiten in den Häusern zu Tihar willkommen

Das farbenprächtige Fest ist Ausdruck eines reichen kulturellen Erbes und wichtiger Bestandteil im nepalesischen Kalenderjahr. Als zweitgrößtes hinduistisches Festival fällt es, je nach Jahr, in den Oktober oder November. Es wird zu Ehren Yama’s, dem Gott der Unterwelt, gefeiert. Die Verehrung von Laxmi, der Göttin des Wohlstands, spielt darüber hinaus eine wichtige Rolle. Und schließlich werden verschiedene Tiere verehrt, was die göttliche Bindung zwischen Mensch und Tier zum Ausdruck bringen soll.




Das Fest gliedert sich in fünf Tage:

Tag 1: Am ersten Tag werden Krähen verehrt und von den Dächern mit Süßigkeiten gefüttert. Die Vögel symbolisieren die Traurigkeit und ihre Fütterung soll böse Dinge abwenden.

Tag 2: Der zweite Tag ist den Hunden gewidmet. Sie gelten als Boten des Todes. Die Menschen legen ihnen Ringelblumengirlanden um den Hals, bemalen ihre Stirn mit einer segnenden Tika und verwöhnen sie mit allerlei Leckerlis.


Ringelblumenkränze, auf nepalesisch "Deepawali Phul"

Tag 3: Am Morgen des dritten Tages werden die Kühe verehrt. Auch ihnen werden Blumengirlanden umgelegt und die Tika aufgemalt. Sie gelten als Symbol des Wohlstands. Die Göttin Laxmi wird mit zahllosen Öllampen in den Häusern und Tempeln willkommen geheißen. Die Menschen ziehen von Haus zu Haus, singen und tanzen, und werden mit Geld und Süßigkeiten belohnt. Die Kinder dürfen mit Sternspritzern spielen.

Tag 4: Am vierten Tag werden Ochsen verehrt. Sie gelten als unverzichtbare Helfer in der Landwirtschaft. Die Newars, die Bewohner des Kathmandu-Tals, feiern zugleich den Beginn des neuen Jahres. Es gibt ein großes Familienfest mit einem leckeren Festessen, Geschenke werden ausgetauscht und die Menschen wünschen sich gegenseitig Glück fürs neue Jahr.


Familienfeier anlässlich des Lichterfests Tihar mit frisch frittierten Sel Roti

Tag 5: Der fünfte Tag ist bekannt unter dem Namen „Bhai Tika“. „Bhai“ ist das nepalesische Wort für Bruder. Bruder und Schwester ehren sich gegenseitig. Die Schwester malt dem Bruder eine Tika auf die Stirn und überreicht ihm Girlanden. Sie schenkt ihm Süßigkeiten und betet für seinen Wohlstand und ein langes Leben. Umgekehrt segnet der Bruder seine Schwester und schenkt ihr etwas Geld. Das Ritual symbolisiert die enge Beziehung zwischen Geschwistern und bildet den Abschluss des Lichterfests.


Mit buntem Zinnober wird das Symbol der Tika auf der Stirn markiert

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